Brick-Statistik IP

Handbuch

Inhalt

Einleitung

Was tut das Programm "Brick-Statistik IP"?

Sollten sie einen Bianca/Brick-Router nutzen, um den Mitarbeitern Ihres Unternehmens den Zugang zum Internet zur Verfügung zu stellen oder eigene Angebote im Internet zu veröffentlichen, haben Sie sich sicherlich schon mindestens eine der folgenden Fragen gestellt: "Brick-Statistik" erlaubt es Ihnen, die mitunter wenig lesbaren Syslog-Nachrichten Ihrer Bianca/Brick auszuwerten, einfache Statistiken zu drucken und die Daten für komplexere Analysen z.B. in Microsoft Excel zu exportieren. Kosten-Controlling und ein regelmäßiges Security-Audit ("Wer verbindet eigentlich mit wem...?") werden so massiv vereinfacht.
 

Installation

Systemvoraussetzungen

"Brick-Statistik" läuft auf einem Windows 95 oder Windows NT-System. Zur Namensauflösung muß TCP/IP installiert sein. Bitte beachten Sie zudem, daß bei großen Accounting-Log-Dateien zumindest temporär entsprechend viel Festplattenplatz zur Verfügung stehen sollte. Für bestimmte Optionen (wie z.B. das Kontaktieren von Computern via TELNET etc.) muß natürlich die jeweilige Software installiert sein.

Einstellungen am Bianca/Brick

An Ihrem Bianca/Brick-Router müssen folgende Einstellungen getätigt werden: Bitte sehen Sie zu diesen Einstellungen ggf. in den Handbüchern nach, die Sie mit Ihrer Bianca/Brick erhalten haben.

Installation und Konfiguration der DIME Tools/DIME Syslog

Die DIME Tools/DIME Syslog müssen auf mindestens einem Computer installiert und lauffähig sein. Zudem müssen Sie unter "Configuration/DIME Syslog" ein Logfile eingetragen haben, in das mindestens "Accounting.Information" geschrieben wird. Sie können dies überprüfen, indem Sie nach einer Weile das eingetragene Logfile z.B. mit einem Editor öffnen. Sie sollten dann u.U. neben diversen anderen Meldungen Zeilen sehen, die nach der Datums-/Zeit-Angabe die Zeichen "Accounting.Information" enthalten. Bitte beachten Sie auch hier die mit der Bianca/Brick gelieferte Dokumentation.

Installation von "Brick-Statistik"

Sie können "Brick-Statistik" durch Aufruf von SETUP.EXE auf der CD (oder der ersten Diskette) installieren. Nach den üblichen Fragen zu Lizenzinformationen, Verzeichnis, Programmgruppe u.ä. ist "Brick-Statistik" fertig installiert - Sie müssen nichts besonderes beachten.

Benutzung

Standardmäßig starten Sie "Brick-Statistik" aus der Programmgruppe "Brick-Statistik". Nach einem kurzen Begrüßungsdialog fragt das Programm nach der einzulesenden Log-Datei. Achtung: Während des Einlesens können die DIME Tools/DIME Syslog nicht weiter in die Log-Datei schreiben, daher ist es sinnvoll, vorher eine Kopie dieser Datei anzufertigen und "Brick-Statistik" die Kopie einlesen zu lassen.
Falls Sie prinzipiell dieselbe Datei (z.B. aus einem Batch, das die Log-Datei zuvor kopiert) einlesen möchten, können Sie "Brick-Statistik" auch mit dem Dateinamen in der Kommandozeile starten.

Einlesen von Daten

Nachdem Sie die Log-Datei ausgewählt haben, beginnt "Brick-Statistik" damit, die Accounting-Daten aus der Datei zu extrahieren. Dies kann je nach Größe der Log-Datei einige Zeit in Anspruch nehmen.

Nachdem die Daten fertig eingelesen sind, können Sie im Dialog "Datumsbereich eingrenzen..." angeben, für welchen Zeitraum Sie die Auswertung erstellen möchten. Möchten Sie die gesamte Log-Datei auswerten, beantworten Sie die Frage mit "Nein".

Namensauflösung

In den Accounting-Einträgen Ihrer Bianca/Brick werden Hosts leider nur mit der jeweiligen IP-Nummer aufgeführt (z.B. "148.79.80.84"). Diese Angabe mag für Computer aussagekräftig sein, einen Menschen verwirrt sie meist eher. Aus diesem Grund erlaubt Ihnen "Brick-Statistik", über Ihren Nameserver (oder den Ihres Providers) IP-Adressen durch einen "reverse lookup" wieder zu Namen aufzulösen.

Da die Nameserver-Anfragen für einen "reverse lookup" u.U. durch das Internet bis zu den Root-Nameservern weitergeleitet werden müssen, können sie leider eine Weile dauern. Die Auflösung einer Adresse kann man mit rund 3 Sekunden veranschlagen, wobei Adressen, die sich nicht zu Namen auflösen lassen, mitunter extrem viel länger dauern und solche, die noch im Cache des lokalen Nameservers sind, entsprechend viel schneller aufgelöst werden. Als Richtwert können Sie für die Namensauflösung ca. 5 Minuten pro 100 Adressen veranschlagen. Sollten Sie wenig Zeit mitbringen, können Sie auf die Auflösung verzichten (d.h. einfach anstelle von "Start" auf "Abbrechen" klicken, dann kommen Sie sehr viel schneller zum nächsten Schritt, ohne die Namensauflösung auszuführen).

Wenn die Auflösung abgeschlossen ist, zeigt "Brick-Statistik" Ihnen an, wieviele der IP-Adressen in Namen aufgelöst wurden. Für nicht aufgelöste Adressen gibt es zwei möglich Gründe: Entweder gibt es einfach keinen Host-Namen zu der Adresse oder der Administrator der jeweiligen Domain hat keinen Eintrag für den "reverse lookup" in seine Datenbank aufgenommen. Wie auch immer – Sie müssen sich leider damit abfinden, daß sich nicht alle Adressen auflösen lassen.
Nachdem Sie den Dialog "IP-Adressen zu Namen auflösen..." beendet haben, kommen Sie in den eigentlichen Auswertungsdialog.

Angaben in der Herkunfts- bzw. Ziel-Liste

Die Herkunfts- und Ziel-Liste enthält Angaben zu den Ursprungs- (in der Regel Workstations in Ihrem lokalen Netzwerk) und Ziel-Computern (z.B. Web-Servern). Diese Liste können Sie einerseits verwenden, um sich einen Überblick zu verschaffen, andererseits ist sie die Grundlage für Filter-Operationen über die Gesamtliste (s.u.).

Die Angaben bedeuten im einzelnen:

Angaben in der Service-Liste

In der Service-Liste finden Sie Angaben analog zur Herkunfts- bzw. Ziel-Liste, allerdings werden diese hier nach dem jeweiligen Service (Dienst) sortiert. Ein Service kann z.B. "http" (hypertext transfer protocol, das vom World Wide Web verwendete Transportprotokoll) oder "ftp" sein. Der Service, zu dem eine Verbindung gehört, bestimmt sich aus dem Ziel-Port und dem verwendeten Protokoll (z.B. "TCP" oder "UDP"). Damit Sie diese Daten nicht im Kopf dekodieren müssen, werden mit "Brick-Statistik" über 1.500 Service-Definitionen mitgeliefert.
 

Angaben in der Gesamt-Liste

Die Gesamt-Liste zeigt die einzelnen Verbindungen. Da diese Liste recht umfangreich werden kann - letztendlich kommen auf jede abgerufene Web-Seite mindestens eine Verbindung für die HTML-Datei selbst und jeweils eine weitere für jede darin enthaltene Grafik o.ä. - können Sie nach dem jeweils in der Herkunfts-, Ziel- oder Service-Liste gewählten Eintrag filtern. Hierzu verwenden Sie bitte die Auswahlschalter unterhalb der Liste.

Die Angaben der Gesamt-Liste bedeuten im einzelnen:

Wenn Sie während Sie einen der Host-Namen (Ziel oder Herkunft) selektiert haben auf die rechte Maustaste klicken, erscheint ein Menü, daß Ihnen ermöglicht, zu dem gewählten Host eine Verbindung über eine Reihe von verschiedenen Diensten aufzubauen.
 

So können Sie schnell und einfach nachvollziehen, welche Web-Site o.ä. hinter dem aufgeführten Host-Namen steht.
 

Datenexport

Zur Weiterverarbeitung (z.B. in Microsoft Excel) können Sie die Daten aus allen vier Listen in verschiedene Datenformate exportieren.

Die Feldliste in der rechten Fensterhälfte gibt hier diejenigen Felder an, die Sie in den Export einbeziehen möchten, die in der linken diejenigen, die Sie nicht mit exportieren wollen. Sie können verschiedene Dateiformate auswählen, bei einigen Dateiformaten ist es zudem möglich, den für Umlaute (sollten praktisch nicht vorkommen) verwendeten Zeichensatz auszuwählen. Bei einem Export als HTML-Datei können Sie außerdem den Titel der HTML-Seite angeben.
Die Schaltfläche "Exportieren" startet den gewählten Export, "Vorschau" ermöglicht es Ihnen, die Dateistruktur mit den jeweiligen Feldern und Daten zu betrachten, und "Kopieren" kopiert die gewählten Felder und Daten in die Zwischenablage. Letzteres funktioniert leider nur bis zu einer Größe von ca. 64 KB, im Falle größerer Auswahlen müssen Sie die Daten auf jeden Fall erst exportieren und danach mit der jeweiligen Anwendung öffnen bzw. importieren.

Weitere Informationen

Die Datenstrukturen der Export-Dateien

Die Datenstrukturen und Feldnamen der Exportdateien ergeben sich wie folgt:

Herkunfts- bzw. Ziel-Liste

 
Feldname  Datentyp  Länge  Bemerkungen 
HOST  Zeichen  120  Herkunft bzw. Ziel 
COUNT  Numerisch  10  Anzahl 
BYTEIN  Numerisch  16  Byte (eingehend) 
BYTEOUT  Numerisch  16  Byte (ausgehend) 
BYTESUM  Numerisch  16  Byte (gesamt) 
PERCENT  Numerisch  20,4  % des Gesamtvolumens 

Service-Liste

 
Feldname  Datentyp  Länge  Bemerkungen 
SERVICE  Zeichen  11  Service 
COUNT  Numerisch  10  Anzahl 
BYTEIN  Numerisch  16  Byte (eingehend) 
BYTEOUT  Numerisch  16  Byte (ausgehend) 
BYTESUM  Numerisch  16  Byte (gesamt) 
PERCENT  Numerisch  20,4  % des Gesamtvolumens 
 

Gesamt-Liste

 
Feldname  Datentyp  Länge  Bemerkungen 
SL_SYSTEM  Zeichen  20  Brick (Name) 
SL_DATETIM  Datum/Zeit  Datum/Zeit (nach dem Rechner, auf dem die DIME Tools/DIME Syslog ausgeführt werden) 
DATETIME  Datum/Zeit  Datum/Zeit (nach der internen Uhr der Bianca/Brick, stimmt nur, wenn im Setup der Bianca/Brick unter "IP"/"Static Settings" ein "Time Server" korrekt eingetragen ist.) 
DURATION  Numerisch  10  Dauer 
PROTOCOL  Zeichen  Das verwendete IP-Protokoll (z.B. "TCP" oder "UDP") 
SRC_HOST  Zeichen  120  Herkunft (Host) 
SRC_PORT  Zeichen  Herkunft (Port) 
SRC_IFC  Zeichen  Herkunft (Interface der Brick wie z.B. im DIME Browser unter "Interfaces/ifTable" aufgeführt, letztendlich also der WAN-Partner o.ä.) 
DST_HOST  Zeichen  120  Ziel (Host) 
DST_PORT  Zeichen  Ziel (Port) 
SERVICE  Zeichen  11  Service 
DST_IFC  Zeichen  Ziel (Interface der Brick, s.o.) 
OUT_PKTS  Numerisch  Pakete (ausgehend) 
OUT_OCTETS  Numerisch  15  Byte (ausgehend) 
IN_PKTS  Numerisch  Pakete (eingehend) 
IN_OCTETS  Numerisch  15  Byte (eingehend) 
 

Die Services-Tabelle

Im Installationsverzeichnis von "Brick-Statistik" befindet sich die Datei "SERVICES.CFG". Sie enthält Einträge der Form
          "http",80,"TCP"
Hier bedeutet der erste String (in Anführungszeichen) den Namen des Services, die darauf folgende Zahl (ohne Anführungsstriche) den Port und als letztes (ebenfalls in Anführungszeichen) den Namen des verwendeten Protokolls (hier dürften in der Praxis lediglich "TCP" und "UDP" auftauchen. Sollten Sie Services verwenden, die von "Brick-Statistik" nicht oder falsch erkannt werden (viele der Einträge in der "SERVICES.CFG" sind mehr informeller Natur), können Sie die Einträge in dieser Datei ändern oder ergänzen.

Support

Technischen Support für "Brick-Statistik" erhalten Sie bei